Am 19.03.2011 waren wir auf einem ganz besonderen Seminar

"Expacitvity" mit Jennifer Messer :)

Unser Ziel war es, das Vertrauen zwischen Hundeführer und Hund,

für die Agility Turniere zu verbessern!

 

Kurzinfo: Expactivity

 

Expactivity ist eine neuartige Hundesportart die Hund und Mensch einmal ganz anders fordert und fördert.

Expactivity trägt seine Wurzeln in der Rettungshundearbeit und wurde von C. Rohn weiter entwickelt.

Das Trainingsgerät, das benutzt wird nennt sich Expactive.

Dieses Expactive besteht momentan aus unterschiedlichen Podesten und 6 verschiedenen Brücken.

Es gibt insgesamt 12 verschiedene Varianten von Brücken.

Zusätzlich können einige Brücken auch noch individuell eingestellt werden.

Somit ist für den Anfänger über Fortgeschrittene bis zu den Profis für jeden etwas dabei.

 

Expactivity ist:

  1. für jeden gesunden Hund geeignet
  2. individuell gestaltbar
  3. Beschäftigung
  4. Geschicklichkeitstraining
  5. Vertrauensaufbau zum Menschen durch Teamarbeit
  6. Steigerung des Selbstvertrauens des Hundes
  7. gut zur Erhöhung der Konzentrationsfähigkeit

 

Als Vorbereitung für das Training auf dem Expactive, empfehlen wir zunächst Bodenarbeit mit dem Hund. In der Bodenarbeit können zurückhaltende Hunde erste Lernschritte vollziehen, indem sie sich überwinden und lernen Ihrem Besitzer zu vertrauen. Mit stürmischen Hunden können wir zunächst einmal üben, sich zurück zu nehmen. Sie sollen lernen ruhig und vorsichtig über die Hindernisse zu gehen.

Hier einige Beispiele für Hindernisse: Planen, Folien, Bretter, Kisten, Kartons, am Boden liegende Leitern und Brücken, Styroporteile, Metallplatten und Gitterroste,…

Was ist beim expactivity zu beachten:

-          nur kurze Trainingssequenzen.
Grundsätzlich richtet sich die Trainingszeit nach jedem einzelnen Hund, seinem Alter, seiner Rasse, seinem aktuellen Zustand und seinem Kenntnisstand.
Expactivity ist für die meisten Hunde eine große Herausforderung in Bezug auf die Konzentration, die Leistungsfähigkeit, den Muskelaufbau und die Balance, deshalb gilt immer: weniger ist mehr!

-          Kein unnötiger Ballast
Der Hund sollte so wenig wie möglich umhaben, im Idealfall gar nichts, damit er nirgends hängen bleiben kann. Wenn Sie also die Möglichkeit haben, schnallen Sie Leine, Halsband und Geschirr ab.

-          Aufwärmen
Wie jeder Sportler, sollte auch Ihr Hund vorher Aufwärmübungen absolvieren, damit sich die Muskeln lockern und die Verletzungsgefahr minimiert wird. Bewegen Sie Ihren Hund in verschiedenen Tempi, machen sie einige Übungen mit ihm und schließen Sie das Aufwärmtraining mit ein paar Dehnübungen ab. Tipps und Unterstützung zu diesem Thema erhalten Sie von Ihrem Trainer.

Die Spielregeln:

ð  Team:
Mensch und Hund arbeiten eng zusammen. Der Hund wird nicht gezwungen und auch nicht alleine gelassen.

ð  Kleine Schritte:
Die Brücken sollten Schritt für Schritt erarbeitet werden, verlangen Sie nicht zuviel von Ihrem Hund. Langsamkeit ist Trumpf!

ð  Der Weg ist das Ziel:
Ziel im indirekten Sinne ist selbstverständlich das Überqueren der Brücken, aber das eigentliche Ziel ist der gemeinsame Weg dorthin. D.H. jeder Schritt ist ein Erfolg!!

ð  Die Hilfestellung:
Jeder Hund wird am Anfang von seinem Halter unter dem Bauch unterstütz, damit er sich nicht verletzen kann. Ohne Hilfestellung geht kein Hund auf das Expactive!!

Pausen:

- halten Sie Ihren Hund in Bewegung, damit kühlt er an kalten Tagen nicht aus und er kann (auch an warmen Tagen) seine Muskeln nach jeder Übung wieder lockern.
- an besonders kalten Tagen decken Sie Ihren Hund mit einem Mantel ein. Dies gilt vor allem für kleine Hunde und kurzhaarige Rassen, aber auch langhaarigen Hunden hilft ein Mantel die Muskeln warm zu halten.
- Pause ist Pause! Machen Sie in den Pausen keine Tricks, sonstige Kommandos, Spiele, etc. Ihr Hund soll sich in den Pausen ausruhen, bespaßen Sie ihn also nicht noch zusätzlich.

und hier noch ein paar Bilder von Dino

bei seinem Seminar am 19.03.2011